Unser Ur-Ur-Großvater war Bäcker und unser Ur-Großvater war Bäcker. Drei seiner Söhne wurden Cigarrenfabrikanten.
Zunächst wurde Hermann Schuster, als gelernter Bäcker, 1897 Cigarrenfabrikant in Bünde seine Söhne Richard und Georg traten in die elterliche Firma ein. Sein Sohn Paul wurde Cigarrenfabrikant mit eigener Firma in Lügde. Nach dem Tode von Richard und Georg schlug Hermanns Sohn, Dr. Arnold Schuster, den gleichen Weg ein.
Paul Schuster in Lügde hatte wieder einen Sohn Manfred der ebenda auch Cigarrenfabrikant wurde.
Ein Jahr später 1898 gründeten die Brüder Heinrich und August Schuster die Fa. Gebrüder Schuster, Cigarrenfabrik in Bünde. Heinrich hatte 4 Kinder, sein Sohn Rolf wurde, wie er selbst, Cigarrenfabrikant.
1909 eröffnete August Schuster die eigene Cigarrenfabrik in Bünde. Seine Tochter Anneliese wurde Cigarrenfabrikantin in Kleinkrotzenburg und sein Sohn Dr. Hans Schuster, wurde seinerseits Cigarrenfabrikant in Würzburg. Später übernahm er den elterlichen Betrieb in Bünde
Anneliese hatte einen Sohn Dieter, der wurde Cigarrenfabrikant und beide Söhne von Dr. Hans Schuster, Manfred und Philipp, sind noch heute Cigarrenfabrikanten in Bünde.
Manfred hat wiederum einen Sohn Oliver, der ebenfalls Cigarrenfabrikant ist und Philipp hat einen Sohn Hans-Martin und natürlich wird der noch ein Cigarrenfabrikant.
Haben Sie mitgezählt ?
Auch nach umfangreichen Recherchen haben wir auf der ganzen Welt keine andere Familie ausmachen können, die je so viele Cigarrenfabrikanten hervorgebracht hat.
Unsere Kaufmannstradition und unsere besondere Beziehung zum Genuß gehen also zurück bis in das 19. Jahrhundert und seit über 100 Jahren produzieren wir in der Familie Cigarren.
In der Spitze waren es 6 Cigarrenfabriken in Deutschland, die Mitgliedern der Familie Schuster gehörten.
Alle in der Familie waren Individualisten und Einzelkämpfer und auch der 2. Weltkrieg hat tiefe Wunden gerissen. So gibt es heute nur noch uns: die Fa. August Schuster, Cigarrenfabrik, Bünde.
Kurzum, die Familie Schuster hat ein gutes Stück deutscher Cigarrengeschichte mitgeschrieben und da eine Familientradition verpflichtet, schreiben wir immer noch nach Kräften daran mit.
Und heute ? Da gibt es eine Menge von falschen Propheten, Pharisäern und Neunmalklugen, die alle glauben, sie hätten das Rad neu erfunden. Daneben gibt es eine unsägliche Zusammenballung von kurzsichtigen und oberflächlichen Politikern, die alle glauben, der gelegentliche und erhabene Genuß einer guten Cigarre rüttelt an den Grundfesten unserer Gesellschaft, dabei sind sie es selbst, die unbeleckt von historischen und wirtschaftlichen Kenntnissen herumquacksalbern, wie einst der berühmte Dr. Eisenbart.
Müssen wir denn jeden Blödsinn so ernst nehmen ?
Die Entdeckung der Langsamkeit und eine gute Cigarre würden so manchen zur Besinnung bringen. Es gäbe noch viel zu sagen, aber der Platz reicht hier nicht, vielleicht nur die Gewißheit, daß in über 500 Jahren Cigarrengeschichte in Europa so mancher Sturm überstanden wurde.